Das „ R i t u a l “

Der Wortgottesdienst der KHG

Es geht hier um ein paar kurze Hinweise für den/die Verantwortliche/n des Gottesdienstes, der das ganze als „normale/r Studierender“ macht.

Grundsätzlich kann jede und jeder sich an Guntram König (Pastoralreferent) wenden, ganz egal ob es eine kleine Unklarheit, ein großes Problem, eine Frage oder die Suche nach einer Idee ist.

Was die Lieder betrifft gilt: Das was ich kenne ist gut! Damit steigt nämlich die Wahrscheinlichkeit, das es andere auch kennen – oder ich gut vermitteln kann, das sie es kennenlernen sollen. Wichtig ist der Kontakt mit dem Musikus.

Der/die Verantwortliche ist auch für die Gestaltung des Raumes zuständig, d.h. früher dasein, Stühle stellen, Kerze an einen zu wählenden Platz, Schale mit Sand für die Kerzen und Bibel ebenfalls, im Eingangsbereich Kerzen (sind in einer Schublade im Sakristeischrank, dem großen Ding im Raum vor der Küche), und Ablaufzettel „Ritual“ auslegen + natürlich die notwendigen Liederbücher bzw. –zettel (die im Vorfeld kopiert werden könnten). Jegliche weitere Gestaltung (Blumen, Tücher, Sonstiges) ist dem/der Verantwortlichen freigestellt. Nur machen muss man’s.

Am Eingang eine Kerze und Gotteslob bzw. Liederbuch mitnehmen.

E R Ö F F N U N G (Stille bzw. Musik)

Die Eröffnung heißt an dieser Stelle inhaltlich so viel wie: „Guten Tach, schön das ihr da seid. Wir beginnen mit unserem Anfangsritual: JedeR entzündet seine Kerze und kann etwas dazu sagen. Was? Nun ja, eben das, was er möchte, womit er hier ist, was er erlebt hat, wofür er dankbar ist – oder natürlich sie.“ – die Wortwahl sollte an die Person und den Anlass angepasst werden.

Alle entzünden ihre Kerze an der KHG-Kerze und stecken sie in die Schale.

Der Gottesdienstleiter bzw. die Gottesdienstleiterin (GDL) eröffnet:

Hier heißt Eröffnung jetzt: Liturgische Eröffnung. Mit allem, was wir mitbringen beginnen wir unseren Gottesdienst. Dazu muss man nichts sagen. Nur die hier angegebenen Worte sprechen.

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“

V. „Der Herr sei mit Euch“ – A. „Und mit deinem Geiste“

G E B E T

Das bisherige Gebet ist seit dem Wintersemester 2008 mit einem Psalm ersetzt worden. Der/die Verantwortliche kann zwischen Psalm 27 (goldgelbe Blätter), Psalm 91 (hellblaue Blätter) und Psalm 139 (hellgrüne Blätter) auswählen. Das Psalmgebet folgt unvermittelt ohne weitere Worte zu verlieren – außer man kann sich nicht bremsen, was auch OK ist. Es wird im Wechsel zwischen Vorbeter (V.) und allen (A.) gebetet oder gesungen.

Das Lied sollte man ansagen!

L I E D

B E S I N N U N G

Für die Besinnung gilt: Nach dem Lied einen kleinen (also wirklich kleinen, aber nicht zu kurzen) Moment Stille. Dann ohne weitere Worte:

Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?

Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.

Das ist das wichtigste und erste Gebot.

Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

(Mt 22,36-39)

-Stille-

L E S U N G

Die Lesung aus den Paulusbriefen wird im Stehen verlesen:

Einleitendes Wort: „Aus dem Brief des Apostels Paulus an …“

Dann wird die Lesung vorgetragen. Ich betone mal das Vortragen! Nicht zu aufgesetzt, aber auch nicht wie einen Artikel aus der Tageszeitung. Sinnvoll ist es, den Text vorher einmal laut gelesen zu haben. Langsam und deutlich, aber nicht zum einschlafen – aber auch keinen Krimi oder Jugendroman draus machen. Braucht ein wenig Übung, gelingt aber leichter als selbst gemachte Semmelknödel.

Die Lesung endet mit: Wort des lebendigen Gottes (also das sagst DU!, die anderen sagen dann: Dank sei Gott. – und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm.

V E R T I E F U N G (obliegt GDL)

Jetzt kommst du: Nach und mit deinen Möglichkeiten! Pastoralreferent Guntram König ist wie gesagt gerne zur Beratung bereit! Die Liturgiegruppe hat bisher schon erprobte Methoden und Ideen einer Vertiefung zusammengestellt ohne Vollständigkeit zu beanspruchen. Die folgende Liste soll lediglich als Ideen-Pool dienen (Was man z. B. alles machen kann):

· Bibel teilen

· Bildbetrachtung

· Schreibmeditation

· Homilie (Predigt)

· Schweigen

· Meditation

· Musik

· Puzzle

· Textbetrachtung

· Gedicht

· Wortkollage

· Brain-Storming

· Basteln

· Tanz

· Bibliodrama

· Fragen

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, den biblischen Text zu vertiefen. Wie bei jeder Methodenauswahl sollte sie sinnvoll im Zusammenhang zur Aussage des Ausgangstextes stehen. Deshalb hilft vielleicht zunächst die persönliche Beschäftigung mit dem biblischen Text mit den folgenden drei Fragen:

1. Was sagt der Text für die damalige Zeit?

2. Was sagt der Text heute?

3. Was sagt der Text mir persönlich?

L I E D

F R E I E F Ü R B I T T E N

Fürbitten brauchen wenige Worte der Einleitung: Zum Beispiel in Anknüpfung an die Vertiefung. Vielleicht ging es da inhaltlich um Gott oder Jesus, dementsprechend könnte man sagen: „Du Gott Vater kennst uns. Wir wenden uns mit unseren Bitten und Anliegen vertrauensvoll an dich“ – dann wissen die Leute gleich: Aha. Bitten an GOTT Vater, werden wahrscheinlich abgeschlossen mit „GOTT unser Vater“, „Wir bitten dich…“ usw. Vielleicht sagst du aber auch: Herr Jesus Christus, du bist unser Herr und Bruder. Mit allem, was uns auf der Seele liegt können wir zu dir kommen. Wir beten zu dir:“ Aha, HERR, JESUS – „Herr Jesus Christus“, „wir bitten dich…“ – alles klar? Wenn du in der Runde fremde Gesichter siehst, kannst du auf die Symbolhandlung auch noch mal hinweisen. Wenn du willst….! Man lernt ja auch beim Zuschauen und manches erklärt sich dann von selbst.

Zum Abschluss deiner Einleitung zu den Fürbitten oder als Überleitung zum Vaterunser kannst du den folgenden Psalmvers anfügen:

V.: Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf; /

als Abendopfer gelte vor dir, wenn ich meine Hände erhebe. (Ps 141,2)

Zur symbolischen Verdeutlichung des „nach oben“ gerichteten Gebetes kann jeder zu seiner Fürbitte ein Weihrauchkorn in das Weihrauchgefäß legen.

Der GDL leitet zu gegebener Zeit zum Gebet des Herrn über.

Fast zum letzten Mal bist du gefordert: Überleiten! In diesem einen Satz sollte/könnte die Formulierung, „mit dem Gebet, das Jesus selbst uns gelehrt hat – oder sogar, dass du uns selbst gelehrt hast, wenn die Fürbitten an Jesus gingen. Was wollen wir an dieser Stelle tun: Unsere Bitten, die ausgesprochenen und die, die wir still in unserem Herzen tragen, zusammenfassen und vor Gott bringen, mit dem Gebet, das…. – du verstehst?

V A T E R U N S E R

S E G E N

Hier hießt es einfach nur: Für den heutigen Abend und die kommende Woche segne uns der allmächte (oder dreifaltige, oder gütige oder alles zusammen, wie du willst) Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist (dabei machen alle ein Kreuzzeichen, auch du!). Amen.

Ansage des Liedes nicht vergessen.

L I E D

GUT GEMACHT!